noch höhere Steuern

Kommission will höhere Spritsteuer und Tempolimit

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Die Verkehrskommission der Bundesregierung erwägt für den Klimaschutz höhere Steuern auf Benzin und Diesel, ein Tempolimit auf Autobahnen sowie ein verpflichtenden Quote für Elektroautos. Zusammen mit weiteren Instrumenten könnten damit der Treibhausgas-Ausstoß des Verkehrs bis 2030 fast um die Hälfte gesenkt werden, geht aus einem Papier der Kommission „Nationale Plattform Zukunft der Mobilität“ hervor. Das liegt der Nachrichtenagentur Reuters vor.

Diesel- und Benzinsteuern sollen demnach ab 2023 zunächst um drei Cent und dann jährlich um ein Cent steigen. Der Liter Treibstoff würde dann bis 2030 um 52 Cent teurer. Die Kommission will ihren Bericht bis Ende März fertigstellen. Vorgeschlagen wird außerdem ein Quote für Elektro-Autos und Plug-In-Hybride von 25 Prozent im Jahr 2025 und von 50 Prozent im Jahr 2030.

BMW und Daimler erwägen Zusammenarbeit bei wichtigen Komponenten

Die in Süddeutschland beheimateten Autohersteller Daimler und BMW erwägen einem Medienbericht zufolge die Zusammenarbeit bei der Herstellung wichtiger Automobilkomponenten. Dies würde die traditionellen Konkurrenten im Premium- und Luxussegment enger als je zuvor binden und die grundlegenden Veränderungen der Branche widerspiegeln.

Die beiden Hersteller prüfen demnach derzeit Optionen, wie die gemeinsame Nutzung von Fahrzeugplattformen, Batterien und Technologien für Elektroautos und autonome Fahrzeuge realisiert werden kann, berichtet Bloomberg mit Verweis auf mit dem Vorhaben vertraute Personen, die anonym bleiben wollen.

Unter dem Druck, in selbstfahrende Elektroautos zu investieren, wenden sich die Autohersteller zunehmend an die Wettbewerber, um die Kosten zu senken und Synergieeffekte zu erzielen. Volkswagen etwa verhandelt momentan mit Ford über die Zusammenarbeit bei Transportern und autonomen Fahrzeugen. Diese Partnerschaften sind auch ein Weg, um im Rennen um die Dominanz digitaler Dienste agiler zu werden, wo sich auch immer mehr geldstarke Technologiegiganten wie Alphabet (Google) tummeln.

Daimler will seiner Modellpalette in den nächsten vier Jahren zehn neue Elektrofahrzeuge hinzufügen, BMW will bis 2025 zwölf reine Batteriemodelle anbieten. Die neue Partnerschaft würde die bestehenden Kooperationen von Daimler und BMW erheblich vertiefen. Die deutschen Hersteller arbeiten bereits beim Kauf von Komponenten wie zusammen und kauften im Jahr 2015 gemeinsam mit Volkswagen das Digitalkarten-Unternehmen Here Technologies für 2,5 Milliarden Euro. Im Frühjahr diesem Jahr einigten sich Daimler und BMW darauf, ihre jeweiligen Carsharing-Plattformen Car2Go und DriveNow miteinander zu kombinieren.

Angesichts der komplexen Natur von Produkt- und Technologiezyklen könnte die Realisierung einer Partnerschaft möglicherweise Jahre in Anspruch nehmen, so Bloomberg. Die Entwicklung neuer Autos vom ersten Entwurf bis zum Ausrollen der Serienmodelle kann eine jahrzehnt-lange Planung erfordern, was die Zusammenarbeit erschwert.

BMW arbeitet bereits seit längerer Zeit mit Toyota zusammen, etwa um gemeinsam die Sportwagen Z4 und Supra herzustellen und Wasserstoffautos zu erforschen. Daimler wiederum ist am Automobilkonzern Renault-Nissan beteiligt und stellt mit den beiden Partnern unter anderem Motoren her.

Quelle: Bloomberg – BMW, Daimler Are Said to Mull Cooperation on Key Components

BMW-Betriebsratschef: Tesla hat “die Elektromobilität verstanden”

BMW-Betriebsratschef Manfred Schoch hat in einem Interview die Produktion eigener Elektroauto-Batteriezellen gefordert. Das die für ein solches Vorhaben nötigen hohen Investitionen gut angelegt sind, zeige das Beispiel Tesla.

Im Gespräch mit dem Manager Magazin lobte Schoch ausdrücklich die Entscheidung von Tesla-Chef Elon Musk, früh auf eine enge Kooperation mit Panasonic zu setzen und gemeinsam Akkus in Großserie zu produzieren. “Tesla kontrolliert die komplette Wertschöpfungskette; die haben die Elektromobilität verstanden”, so der BMW-Betriebsrat.

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BMW-Betriebsratschef fordert: “Batterien selbst bauen. Und Batteriezellen auch.”

Manfred Schoch, 65 Jahre alt und Betriebsratschef bei BMW, hat in einem Interview mit dem Manager Magazin die Fertigung eigener Elektroauto-Batteriezellen gefordert. Den durch ein solches Vorhaben entstehenden großen finanziellen Aufwand hält er für eine gute Investition.

Angesichts drohender Strafzölle auf europäische Autos in den USA will BMW dort ein neues Motoren- und Getriebewerk bauen. Zusammen mit der einfacheren Produktion von Elektroautos droht europäischen Standorten dadurch eine mangelnde Auslastung – und den BMW-Mitarbeitern weniger Arbeit. Schoch schlug als Lösung vor: “Batterien selbst bauen. Und Batteriezellen auch.”

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Volkswagen will Ökostrom anbieten

Neben der Produktion von E-Autos will VW künftig noch mehr in die Elektromobilität investieren: Der Konzern plant, europaweit umweltfreundlichen Strom anzubieten. Das Angebot richtet sich nicht nur an VW-Kunden.

Volkswagen will auf dem Weg in die Elektromobilität Besitzern batteriegetriebener Autos europaweit Strom aus umweltfreundlicher Erzeugung anbieten. Dazu fassen die Wolfsburger ihre Aktivitäten laut VW auf diesem Feld konzernweit in einer neuen Tochter zusammen.

In einem ersten Schritt soll ab Februar Strom angeboten werden, der komplett aus CO2-freier Erzeugung stamme. Dazu solle Energie aus Wasserkraftwerken und Windparks genutzt werden, die VW teils selbst erzeuge. Später soll das Angebot um eine Karte ergänzt werden, mit der Kunden Strom für E-Autos an Ladesäulen zapfen können.

Dazu baut VW schrittweise ein Portfolio aus Stromtarifen, Ladesäulen, so genannten Wallboxen für daheim und einem IT-basierten Energiemanagement auf. Das Angebot der Marke „Elli“ (Kurzform aus Electric & Life) richte sich nicht nur an eigene Kunden und Mitarbeiter, sondern auch Halter von E-Mobilen anderer Hersteller sowie Privathaushalte und Institutionen. Es soll endgültig stehen, wenn das erste Elektroauto der neuen ID-Familie von VW Anfang 2020 auf den Markt kommt. Für den Wagen, von dem erst der Projektnamen „Neo“ bekannt ist, stellt VW derzeit in Zwickau seine Produktion um.

Volkswagen investiert massiv in die Elektromobilität. Spätestens 2025 soll die Marke VW weltweit mehr als eine Million E-Mobile im Jahr bauen, konzernweit sollen es dann bis zu drei Millionen sein.

Damit ist VW nicht der einzige Konzern, der auf Ökostrom setzt: Die Deutsche Bahn hatte Ende vergangenen Jahres bekannt gegeben, den Anteil von Ökostrom von derzeit 57 Prozent auf 80 Prozent im Jahr 2030 zu erhöhen. „Kein anderes Verkehrmittel schont die Umwelt so wirksam und nachhaltig“, hatte Bahnchef Richard Lutz den Schritt begründet. Mit zwei Initiativen solle die Elektrifizierung der Bahn vorangetrieben werden – zum einen mit einem Bundesprogramm für regionale Personenverkehrsstrecken, zum anderen mit einem Ausbauprogramm für mehr elektrisch betriebenen Güterverkehr.

Quelle: ftü/rts/dpa